Heute das Leben wieder selbst in die Hand nehmen: Aktiv und selbstbewußt.

DAVI Prinzip – Die Schatten der Vergangenheit loswerden.

Schatten

DAVI Prinzip – Die Schatten der Vergangenheit loswerden. Wie man längst vergangene Geschichten daran hindert, einem das Leben heute zu vermiesen.

Wenn uns vergangene Erfahrungen und Situationen nicht loslassen, dann beeinflussen sie unser Leben im Hier und Jetzt. So viel Zeit unseres Lebens verbringen wir mit Gedanken an Vergangenes. Wir denken an verpasste Chancen, falsche Entscheidungen, erlittenes Leid oder erfahrenes Unrecht. Wir spüren die Schwere alter Schuld und das Brennen der Verletzungen, die wir erlebt haben. Wir machen Vorwürfe oder haben ein schlechtes Gewissen. Wir trauern Verlusten nach und sehnen uns nach Menschen, die gegangen sind. Das Unwiderrufliche, das, was wir nicht mehr ungeschehen machen können, macht uns traurig und wehmütig. Das muss nicht so bleiben, wenn wir uns entschließen und von der Last zu befreien Es gibt eine Möglichkeit den schweren Rucksack, den wir mit uns herumtragen, abzustellen. Das DAVI Prinzip ist ein Weg dorthin.

Das DAVI Prinzip hat seinen Namen von den 4 Begriffen Danken, Annehmen, Verzeihen und Inneres Kind. Bernhard Voss beschreibt das in seinem Buch „Körperspuren“ und beschreibt den Weg des DAVI Prinzip darin. Ich selbst habe zahlreiche Kurse bei Bernhard Voss in Hamburg, Köln und München besucht und bin von seiner Arbeit als Therapeut und Lehrer beeindruckt und überzeugt. Auf der Website seines Voss Instituts kann man sich über aktuelle Termin für die Körperspuren Seminare informieren.

Bernhard Voss, Körperspuren, Herausgeber ‏ : ‎ Kösel-Verlag; 2. Edition (27. April 2020)

Die Vergangenheit können wir nicht mehr ändern und wenn sie uns belastet, dann wäre das für immer. Die Last der Erinnerungen ist ein stetiger Begleiter. Wie ein schwerer, niederdrückender Rucksack, den wir mit uns tragen. So wird unser Weg schwer und die Hoffnung und Erwartung an die Zukunft kann nicht wachsen. Viel Gepäck schleppen wir schon seit der Kindheit mit uns herum. Unerfüllte Wünsche an unsere Eltern, verletzende Glaubenssätze, die wir übernommen haben, und der Verlust wichtiger Menschen unseres Lebens hinterlassen Narben. Diese Erinnerungen und Prägungen bestimmen unser Weltbild von heute immer noch. (Blog Beitrag Unser Weltbild) Um den Schmerz nicht spüren zu müssen, verdrängen wir das Geschehene aus unserer Erinnerung. Was bleibt ist dann diese unbestimmte Schwere und die Angst vor der Schuld. So bestimmen alte, längst vergangene Geschichten unser Leben und lassen uns nur beschwerlich vorankommen.

Die Last loswerden durch das DAVI Prinzip

Wie erleichternd wäre es, wenn man diese Gewichte aus dem Rucksack unseres Lebens nehmen könnte, sie an den Rand unseres Lebenswegs legen und uns von ihnen verabschieden könnte. Geht das? Ja, das geht. Aber wie soll man diesen Rucksack leeren, um neue, hoffnungsvolle Erinnerungen darin aufzubewahren? Es ist möglich und es es geht genauso, wie man es als Wanderer macht. Erst auf dem Wege innehalten, anhalten und niederlassen. Zur Ruhe kommen und den Rucksack öffnen, also sich in sein Inneres begeben. Fühlen, zulassen was da ist. Die schweren Steine, die unseren Weg blockieren im Rucksack erkennen als das, was sie sind. Unsere Vergangenheit, die zu uns gehört, die zu unserem Lebensweg gehört. Erfahrungen und Erlebnisse, die uns zu dem gemacht haben, was wir heute sind. Ein Teil von uns.

Erster Schritt: Danken

Jedem dieser Steine danken. Danken für die Erfahrung, die Begegnung, auch für den Schmerz, denn all das gehört zu uns, ist ein Teil von uns. In Demut seinem Leben danken, für all das was nun da sein darf. Das heißt, auch den unangenehmen, verletzenden Erfahrungen und Geschehnissen danken für die Gelegenheit zu lernen und daran zu wachsen können. Denn sie sind Vergangenheit, wir haben es überlebt. Wir dürfen auch uns selbst danken, weil wir es bis hierhin geschafft haben.

Zweiter Schritt: Annehmen

Die Gefühle, die uns beim Danken begleiten, uns auch übermannen können, annehmen. Auch sie gehören zu uns und wollen erlebt, gelebt werden, Sie wurden vielleicht unterdrückt und wollen nun heraus aus dem Gefängnis und angenommen werden. Damit sie endlich gehen können. Emotionen, die wir in uns verschließen, blockieren unsere Gefühlswelt und erschweren den Zugang zu unserem inneren Selbst. Aber auch Annehmen, was alles gerade jetzt da ist. Letztendlich habe wir es in unser Leben geholt. Alles darf jetzt da sein.

3. Schritt: Verzeihen

Die größte Herausforderung für uns ist das Verzeihen erlebten oder verursachten Leidens. Aufrichtig und ehrlich sich selbst und anderen verzeihen. Es laut aussprechen und spüren, was es bedeutet von ganzem Herzen zu verzeihen. Auch wenn der Mensch den es betrifft nicht mehr erreichbar ist, er wird es spüren, denn wir sind verbunden. Bei den Menschen, die schon von uns gegangen sind, wird unser Verzeihen die Erinnerung an sie, die wir mit uns tragen, schöner und leichter machen. Wir brauchen keine Energie mehr für alten Groll und Vorwürfe.

4. Schritt: Das innere Kind

Wenn wir dann unsere Steine am Wegesrand abgelegt haben, wenn unser Rucksack leer geworden ist, dann ist es an der Zeit ihn mit neuen Dingen zu füllen. Zeit, uns zusammen mit unserem inneren Kind an unsere Träume und Sehnsüchte, unsere Wünsche und Hoffnungen zu erinnern. Unserem inneren Kind die Aufmerksamkeit zu schenken, die es so lange vermisst hat, weil wir so schwer tragen mussten. Vertrauen auf das Leben, Mut weiter zu gehen und die Kraft, unseren Lebensweg weiter zu beschreiten. Das können wir nun in unseren Rucksack als Proviant packen. Unser inneres Kind ist mit dabei und begleitet uns in eine hellere Zukunft neuer Möglichkeiten und neuer Begegnungen. Denn Angst und Schuld sind Vergangenheit.

Nun den Rucksack schultern, ein letzter Blick auf unseren Steinhaufen alter Geschichten am Wegesrand.

Ein letztes „Danke“, ein letztes „Alles ist gut.“ Glück wünschen all dem was da hinter uns liegt und dann den Blick nach vorn auf unser Leben.

Das DAVI Prinzip
Danken
Annehmen
Verzeihen 
Mit der Phantasie des inneren Kindes die Welt unserer Gefühle wieder neugierig entdecken. Das Herz zum Klingen bringen.

Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Der kleine Prinz)

PS: Am besten geht das mit dem Danken, Annehmen und Verzeihen, wenn man in Ruhe bei sich selbst angekommen ist. (Blog Beitrag Achtsamkeit und Atmung)

 

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