Heute das Leben wieder selbst in die Hand nehmen: Aktiv und selbstbewußt.

Phantasie zulassen und neu erleben

Baum-web-1200

„Manchmal fühle ich mich wie dieser Baum“

Ein Baum erzählt meiner Phantasie ein Gleichnis. Von Zeit zu Zeit, wenn ich spazieren gehen, sehe ich Motive, die mir eine Geschichte erzählen oder ein Gleichnis. Solche Bilder begegnen uns täglich und wenn unsere Sinne nicht durch unseren Tunnelblick abgestumpft sind, dann lösen sie in uns Geschichten, Gedanken und Gefühle aus. Sie sprechen unsere Phantasie an und lassen unser Herz klingen. Sind wir aber im Stress, in Eile und unser Antreiber jagt uns voran, dann nehmen wir uns und unsere Umgebung nur noch als eine am Fenster eines Schnellzuges vorbeirauschende Landschaft wahr. Wir sitzen in unserem eigenen ICE der Aufgaben, Verpflichtungen und Glaubenssätze, die uns dröhnend die Sinne betäuben. Als alles noch langsamer und bewusster war, in unserer Kindheit, haben wir zu den Wolken, Wäldern, Blumen und Steinen Geschichten gehört und gesehen.

Ein Gleichnis ist eine kurze Erzählung. Sie dient zur Veranschaulichung eines Sachverhalts nicht durch einen Begriff, sondern durch bildhafte Rede. Über die Veranschaulichung hinaus wird dem Gleichnis auch verändernde Funktion zugeschrieben. Der Hörer/Leser soll sich in der Erzählung selbst entdecken können und damit eingeladen werden, seine Situation zu verändern.

Definition in Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Gleichnis)

Mein Gleichnis vom Baum

Manchmal fühle ich mich wie dieser Baum. Meine Wurzeln sind trocken, meine Äste tragen weder Blätter noch Früchte. Ich fühle mich spröde und zerbrechlich. Die Regenwolken bringen Wasser, aber ich kann es nicht mehr trinken. Ein Sturm zieht herauf und ich weiß, irgendwann wird er mich endgültig brechen. Auf einem Spaziergang oder einer Wanderung sieht man Bäume, die ein Sturm geknickt hat. Sie tragen noch ein volles Blätterkleid, vielleicht sogar Früchte. Trotzdem hatte der Sturm leichtes Spiel. Man sieht, dass der Stamm innen schon verfault war oder trocken. Diesmal erzählt mir meine Phantasie zu diesem Baum am Weg ein Gleichnis.

Der Stamm, das sind unsere innersten Werte, unsere innerste Erfahrung, unsere Lebensprinzipien, unsere innerste Kraft. Die ersten starken Äste sind die großen Themen in unserem Leben – Vertrauen, Liebe, Selbstwert, Autonomie, je nachdem, was wir ganz zu Beginn in unserem Leben wachsen lassen konnten. Und die weiteren Verzweigungen und Verästelungen sind die mit diesen Themen zusammenhängenden Systeme, Menschen, Situationen und Vorkommnisse. All das, was wir erleben, all die Kraft, die diese vielen Äste brauchen, muss der Stamm tragen und versorgen. Ist unser Stamm schwach und sind unsere innersten Werte und Kräfte hohl und brüchig, dann mag es nicht wundern, wenn wir unsere Früchte nicht tragen können, unsere Blätter nicht sprießen und ein Sturm uns brechen kann. 

In unseren ersten sieben Lebensjahren verwurzeln wir uns in diesem Universum, in dieser Welt. Dann fangen wir an zu wachsen, zunächst nur wenige Äste und Blätter, aber mit der Zeit werden es immer mehr. Unsere Erfahrungen im Leben sorgen für die Vielfalt in unserem Baumkronen und lassen unterschiedlichste Blüten und Früchte wachsen.  Jeder Mensch bildet so seine ganz eigene Baumkrone aus, mit ganz eigenen Blättern, und seinen ganz eigenen Früchten.

Wo dieser Baum in unserer Welt einen Platz findet, das haben die ersten sieben Jahre bestimmt und so mag es auch nicht verwundern, dass unsere Möglichkeiten, diesen Baum zu verpflanzen, eher gering sind. Aber wir können andere Äste neu verzweigen lassen, andere Früchte und andere Blätter sprießen lassen. Der Sonnenschein lässt unseren Lebensbaum erblühen und gibt unseren Blättern Kraft. Das sind die wärmenden und positiven Erlebnisse, die uns Vertrauen und Mut schenken. Der Regen steht für die Erfahrungen, die nicht Sonnenschein bedeuten, die uns aber nähren und weiter bringen und wachsen lassen. Das Gewitter,  der Einschlag, das sind die Erlebnisse und Katastrophen, die  unser ganzes Leben mit einem Schlag auseinander reißen können. Ein Sturm ist eine Herausforderung, der wir uns stellen müssen. Sie wird die schwachen Äste von uns reißen, aber die guten, starken Äste wird sie stärken. 

Unsere Phantasie nutzen, um etwas zu verändern.

Mit diesem Bild möchte ich verdeutlichen, worum es geht, wenn man etwas verändern möchte. Wo die Veränderung ansetzen muss, damit wir wirklich etwas verändern können. Es wird uns klar, was wir wahrscheinlich nicht einfach so ändern können, außer wir gehen sehr, sehr weit nach unten an die Wurzeln. Selbst ein Blitzeinschlag eines Life-Events kann uns helfen an anderen Stellen wieder neue Äste wachsen zu lassen. Neue Chancen, neue Gelegenheiten und einen anderen Weg zu finden.

Einfach mal den Zug anhalten, aussteigen, durchatmen und die Bilder sehen, die uns Geschichten erzählen und Gleichnisse erfahren lassen. Die eigene Phantasie wieder erleben.

 

Kategorien

Archive

Oder möchten Sie mit mir einfach nur per E-Mail in Kontakt bleiben?
Nennen Sie mir Ihre E-Mail-Adresse und Sie erhalten ab und an von mir Hinweise, Tipps und auch Übungen und konkrete Handlungsempfehlungen...

Test zur Selbsteinschätzung: »Wie wirken sich Stress und Belastungen auf mich aus?«

Nehmen sie sich ein paar Minuten Zeit, um über Ihre aktuelle Situation nachzudenken.

Mein Selbsttest ersetzt nicht die Diagnose eines Facharztes, wenn z.B. eine ernste psychische Erkrankung vorliegt. Vielmehr will dieser Selbsttest Ihnen helfen, den Blick auf die eigene Person und Situation zu schärfen und bewusst zu machen, was gerade da ist. Das Ergebnis gibt eine grobe Einschätzung der Situation und soll helfen, eine objektivere Sicht zu finden.
Natürlich kann die angebotene Auswertung nur eine verallgemeinernde Gültigkeit besitzen. Ein persönlicher Ersttermin kann hier natürlich einen besseren Einblick in die Situation und Ihre Chancen und Möglichkeiten geben.

Selbstverständlich ist der Selbsttest komplett anonym. Es werden keine Daten gespeichert und Sie werden auch nicht zur Angabe Ihrer E-Mail-Adresse aufgefordert.